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 Getrieben von den Erfolgen verschiedenster Web 2.0 Dienste im privaten Bereich gewinnen Softwaretools dieser Art auch immer mehr Bedeutung für Unternehmen. Wikis, soziale Netze oder auch Communities tragen häufig zum wirtschaftlichen Erfolg bei, wobei für einen effektiven Einsatz bereits die Entwicklung entscheidend ist. Nach der Literatur gibt es zahlreiche Ansätze diese zu realisieren: angefangen bei statischen Modellen, wie dem Wasserfallmodell, über verschiedene Mischformen, bis hin zu den flexiblen und iterativen Ansätzen der Agilen Softwareentwicklung.Ein praktisches Beispiel für erfolgreiche Web 2.0-Softwareentwicklung stellt die Hyve AG dar, welche interne und externe Innovations-Communities entwickelt. Es stellt sich die Frage, welches Vorgehen dieses Unternehmen einsetzt und inwiefern sich ihre Methoden in der Literatur wiederfinden lassen, oder ob ein neuer Ansatz realisiert wird und somit eventuell die bekannten Vorgehensweisen nicht mehr den aktuellsten Stand der Technik wiederspiegeln. Zur Erörterung dieser Thematik  werden zunächst verschiedene Software Engineering Modelle aus der Literatur vorgestellt und ihre Einsatzmöglichkeiten für die Entwicklung von Tools im Web 2.0 Umfeld  besprochen. Anschließend werden durch die Auswertung von Experteninterviews mit verschiedensten Mitarbeitern der Hyve AG die tatsächlich eingesetzten Softwareentwicklungsmethoden identifiziert. Darüber hinaus wird versucht neben den Aspekten der eigentlichen Softwareentwicklung auch Rahmenbedingungen zu erörtern, die zu einer erfolgreichen Entwicklung führen können. Auf Basis der Ergebnisse erfolgt abschließend ein Vergleich der bei Hyve praktisch eingesetzten Methoden mit denen in der Literatur beschriebenen. Es wird untersucht, in wie weit sich der praktische Einsatz an der Literatur orientiert und ob aus der Literatur bekannte Modelle erweitert, oder sogar ganz eigene Ansätze zur Softwareentwicklung bei Hyve umgesetzt werden.